Diskussionsreihe „Die fünf Megatrends unserer Zeit“

von Thorsten Schäfer-Gümbel, MdL mit besonderen Gästen – vorbereitet und moderiert von Schülerinnen und Schülern

Zur Zeit wird immer wieder viel über Politikverdrossenheit und mangelndes Interesse der breiten Öffentlichkeit für politische Themen diskutiert. Thorsten Schäfer-Gümbel, stellv. SPD Vorsitzender und Hessischer SPD Landes- und Fraktionsvorsitzender kann diese Wahrnehmung nicht teilen. „Im Gegenteil, ich sehe ein großes Bedürfnis, insbesondere bei jungen Leuten, wieder mehr über Politik und aktuelle Themen zu sprechen.“, so Schäfer-Gümbel.

Aus diesem Grund biete er – in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter – im ersten Schritt fünf Veranstaltungen zu den Megatrends unserer Zeit an. Schäfer-Gümbel lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, mit hochkarätigen Gästen wie der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Prof. Marcel Fratzscher, der Geschäftsführerin der Initiative D21, Lena-Sophie Müller, der Schriftstellerin Hannah Dübgen und dem Intendant des Staatstheaters Kassel, Thomas Bockelmann in einer Diskussionsveranstaltungsreihe über Klimaentwicklung, Digitalisierung, Ungleichheit und kulturelle Vielfalt zu diskutieren. Für eine Veranstaltung zum Thema Globalisierung ist Bundesaußenminister Heiko Maas angefragt.

Diese Veranstaltungen finden alle in Städten und Gemeinden im Landkreis Gießen statt, die Standort für Schulen mit gymnasialen Oberstufen sind: in Grünberg die Theo-Koch-Schule, in Laubach das Laubach-Kolleg, in Hungen die Gesamtschule und in Lollar die Clemens-Brentano-Europaschule.

Das hat einen besonderen Grund: Alle diese Veranstaltungen werden von Schülerinnen und Schülern der Oberstufen gestaltet. Sie haben festgelegt, wie die Veranstaltung ablaufen soll, haben gemeinsam Fragen zusammengetragen und jeweils zwei Schülerinnen und Schüler werden die Diskussionen moderieren. Der Landtagsabgeordnete sorgt für den Rahmen und die Organisation.

„Das große Interesse und die Begeisterung für die Themen, das die Jugendlichen bei den Vorbereitungstreffen gezeigt haben, freut mich sehr und bestätigt meine Einschätzung, wie groß das Bedürfnis ist, sich wichtigen Themen zu widmen – und das ohne dafür Noten zu bekommen.“, erklärte Schäfer-Gümbel.

Die Termine finden zum größten Teil in Schulen statt, sind aber keine schulischen Veranstaltungen!

Den Auftakt zu dieser Reihe macht am Montag, 28.01.2019 um 18.30 Uhr im Rathaus in Laubach Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum Thema „Klimapolitik, Umwelt- und Klimaschutz“ gefolgt vom Themenbereich „Steigenden Ungleichheit in Deutschland“ am Donnerstag, 31.01.2019 um 18:00 Uhr in der Aula der Theo-Koch-Schule Grünberg mit Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Weitere Themen sind am 18.02.2019 um 19.00 Uhr, an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar „Digitalisierung und deren Auswirkungen“ mit Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin D21 und am 20.03.2019 um 19.00 Uhr an der Gesamtschule in Hungen „Kulturelle Vielfalt und Zusammenhalt“ mit Hannah Dübgen, Dramaturgin, Dramatikerin und Schriftstellerin und Thomas Bockelmann, Intendant und Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel.

 

Infos zu den Gästen

Svenja Schulze ist Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Zuvor war sie in Nordrhein-Westfalen von 2010 bis 2017 Landesministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung.
Die vielfältigen Politikbereiche, für die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) innerhalb der Bundesregierung zuständig ist, spiegeln sich bereits im Namen des Ministeriums wider. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet das Ministerium für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Umweltgiften und Strahlung, für einen klugen und sparsamen Umgang mit Rohstoffen, den Klimaschutz sowie für eine Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, bei der die Vielfalt von Tier-, und Pflanzenarten und der Erhalt ihrer Lebensräume sichergestellt wird.

Marcel Fratzscher studierte in Kiel, Oxford, Harvard und Florenz. Nach verschiedenen Stationen, u. a. bei der Europäischen Zentralbank, der Weltbank, dem Peterson Institute for International Economics in Washington, DC, sowie dem Harvard Institute for International Development in Jakarta, Indonesien, ist er heute Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie und Finanzen an der Humboldt-Universität Berlin. In zahlreichen Veröffentlichungen beleuchtet er die zunehmende Ungleichheit. Für Zeit Online schreibt er die Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ und in seinem Buch „Verteilungskampf“ benennt er die Ursachen der zunehmenden Ungleichheit in Deutschland – und zeigt, was wir dagegen tun können. Das DIW Berlin ist seit 1925 eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland.

Lena-Sophie Müller ist seit 2014 Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins Initiative D21 e.V.  Es ist ihr Anliegen, die gesellschaftlichen Implikationen der Digitalisierung in Deutschland aufzuzeigen und positiv mitzugestalten. Frau Müller studierte Politikwissenschaft in Sydney (Australien) und Potsdam.

Die Initiative D21 ist Deutschlands größte gemeinnützige Partnerschaft von Wirtschaft und Politik für die digitale Gesellschaft. Der gemeinnützige Verein umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von rund 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ziel ist es, die digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

Hannah Dübgen studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Oxford, Paris und Berlin. Sie arbeitete für Schauspiel und Musiktheater. Ihr Debütroman „Strom“ erschien 2013 und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, 2016 folgte ihr zweiter Roman „Über Land“

Thomas Bockelmann absolvierte 1976 bis 1980 eine Schauspielausbildung, parallel studierte er Philosophie, Theaterwissenschaften und Geschichte. Seit Beginn der Spielzeit 2004/05 ist er Intendant des Staatstheaters Kassel.